Baggage Claim

Passagiere verlassen die Boeing 757 der Condor in Airport Rhein/Main

Aufgestanden heute um halb sechs, Taxi um sieben, Fähre um neun, Flieger um zwanzig vor fünf, landen mit Verspätung (und Uhr eine Stunde weiter drehen) um viertel vor elf. Und dann kommt der schlimmste Moment jeder Flugreise.

Der schlimmste Moment bei den an schlimmsten Momenten nicht armen Pauschal-Flügen ist der Moment am Kofferband.

Das Display im Airport weist den Weg

Mit jedem Koffer, der kommt und in andere Hände als die Deinen fällt, steigt Dein Bauchschmerz, dass Dein Koffer wohl auf dem Weg nach Südamerika sein wird (mein Trauma rührt von der Oscar-Verleihung 1999 her, als ich vier Tage lang und bis zwei Stunden vor der Gala mit meinen Klamotten vom Anreisetag und zwei Hemden aus der Hotelboutique in LA verbracht habe). Groß der Stein, wenn Dein Koffer dann doch kommt. Fassungslosigkeit das Gefühl, wenn er aufgerissen und notdürftig mit einem grünen Band zusammengehalten ausgeworfen wird.

Das ist von meinem Koffer übrig

Der Reißverschluss ist weg. Die Zipper sind abgerissen, samt Schloss. Die Dame bei der CONDOR nimmt den Schaden mit Valium-Ruhe auf und lässt sich auch vom sehr vibrierenden Kunden vor ihr nicht aus der Ruhe bringen. Nun habe ich am Montag noch Lauf- und Formulararbeit.
Aber: Im Koffer fehlt nichts.
Die Verabschiedung von einem kränkelnden Reinhard, der mit Halsweh kämpft, von Britta und P., fällt koffergedrungen, knapp und unvorbereitet aus.
Mein Sommerurlaub ist vorbei. Am Straßenrand forden mich Politiker im Dutzend auf, sie und ihre Partei statt die anderen zu wählen.

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