Weniger!

Meine Gewichtskurve zwischen Pfingsten und 25. Juli 2014

Things change. Am 12. März habe ich an dieser Stelle erzählt, dass ich nach dem Winterschlaf mit dem Joggen wieder begonnen hätte und dabei 109 Kilogramm den Rhein entlang hätte wuchten müssen. Heute, viereinhalb Monate später, sind diese Zeiten vorbei.
Heute trage ich noch 98 Kilogramm den Rhein entlang.

Nicht, dass das etwas wäre, das es an dieser Stelle herauszustellen gelte, nichts ist langweiliger, als in Blogs mit den persönlichen Eitelkeiten der Autoren belästigt zu werden – wir sehen mal davon ab, dass das Betreiben eines Blogs an sich schon Ausdruck von Eitelkeit ist.

Elf Kilo weniger. Das ist das Volumen von siebeneinhalb Flaschen Volvic, von 44 Päckchen Butter, elf Flaschen Milch, die ich weniger in meinem Körper unterbringen muss. Wie habe ich das gemacht? Die Schlank-im-Schlaf-Diät? Eine Obst-und-Gemüse-Diät? Eiweis-Diät? Weight Watchers? Einen-Tag-die-Woche-nicht-essen-Diät? Die neueste Fit-for-fun-so-gelingt-die-perfekte-Badehosenfigur-für-den-Strand-Diät? Nein. Nein. Nein!

Tatsächlich esse ich einfach weniger, als ich täglich verbrauche.

Ich bin medial so verseucht, dass ich dem Ansturm all dieser Magazine, Gurus, Personal Trainer erlegen war und mir abnehmen gleichbedeutend wurde furchtbar komplizierten Plänen, Maßnahmen, Selbstkasteiungen, die in einem durchschnittlichen Alltag gar nicht zu bewältigen sind und … naja, soo schlimm ist mein Bauch ja auch nicht, 109 Kilo bei zwei Meter Körpergröße und so weiter. Und dann: einfach weniger essen. Und eine App, die mir beim weniger-essen-als-verbrauchen hilft, indem sie die Kalorien zählt, die ich esse.

Klar, Rudern und Jogging helfen beim Kalorien verbrennen. Aber eigentlich habe ich mir anschließend einfach das Weißbier leichtherziger schmecken lassen, weil meine App sagt, dass 70 Minuten rudern mehr verbrennt, als zwei Glas Weißbier ansetzen. So einfach ist das.

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