Christoph
-
War spät gestern
Unsere Abende haben eine immer gleiche Reihenfolge: Essen, spielen, schwätzen, Wein trinken, viel zu spät schlafen gehen. Gestern lag die Betonung auf „viel zu spät“. Britta hatte gekocht – ein Umstand, der garantiert leere Töpfe und Teller hinterlässt und Menschen, die mehr gegessen haben, als sonst. Wir saßen auf der Terrasse, tranken Rosé, Cola, Fanta und Wasser, redeten über Gott, die Welt im Allgemeinen und mögliche Perspektiven für P.s Zukunft im Speziellen, packten irgendwann die Karten auf den Tisch – in diesem Jahr ist „Phase 10“ das Spiel der Stunde – und plötzlich war es halb eins. Als erste verabschiedete sich K., dann gingen Reinhard und P.. Sitzen blieben –…
-
Geiz ist gesund
Als ich am 23. Mai 2003 meine letzte Zigarette ausdrückte, tat ich das nicht aus gesundheitlichen Gründen, sondern in der Gewissheit, dass ich mir die von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt annoncierten demnächst vier Euro pro Schachtel – bei einem Konsum von durchschnittlich eineinhalb Packungen am Tag also täglich sechs Euro – nicht mehr würde leisten wollen. Heute ist das 10 Jahre her. 10 Jahre mal 12 Monate mal 180 Euro – statt dessen habe ich allerlei nützliches Spielgerät in weiß oder gebürstetem Aluminium mit Stecker bzw. Auspuff dran. Und meine Wohnung stinkt nicht mehr nach lebenden Toten.
-
Aufreger der Saison
Und jetzt alle: „Ööööhh, so’n Scheiß-Wetter! Wann is’n endlich Früühling???“ Ich kann’s nicht mehr hören. Frühling wird nicht über das Wetter definiert, Frühling ist, wenn … naja Frühling ist. Kaum ist der gefühlte Winter gefühlt zu lange, fordern die Frühlingsgefühle ihren Ursprung ein und beweisen wieder: Facebook ist auch nur der zu groß geratene Stammtisch. Jeder zweite Thread in diesen bewegten Tagen: Ja, okay: Dachdecker, Straßenbauunternehmen müssen den Geldbeutel noch Mal enger schnallen, weil sie nicht arbeiten können. Aber können wir anderen uns nicht einfach ein Buch schnappen … und lesen?? Auf der heimischen Couch? Oder ins Kino gehen??? Aber das ist wahrscheinlich spießig? Seht es doch mal so: Wenn…
-
Da bin ich
Und jetzt ..? Habe ich ein Blogtool! Jetzt muss ich wohl andauernd was posten, damit ich … gesehen, gehört, gelesen … WAHR genommen werde. Was genau ich hier poste, weiß ich natürlich nicht; wie auch? Weiß ich denn, was übermorgen sein wird? Der Titel meines Blogs gibt mir zumindest eine Richtung: Es geht um mein Leben in und mit Mainz. Dieses Leben bewegt sich zwischen meiner Arbeit in einer Nachrichtenredaktion, dem örtlichen Ruderverein, den Kinos und meinem Plasma-HDTV, auf dem ich mir meine umfassende DVD- und Bluray-Sammlung zu Gemüte führe. Kneipen? Restaurants? Selten – es sei denn, ich bin verabredet. Da finden sich hier sehr schöne Weinstuben.










