Gesellschaft
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Ich bin zu alt fürs Kino
Früher war nicht alles besser, die Kinosäle unverschämt eng. Aber damals haben wir mit den Filmen gefiebert, statt aufs Handy zu starren und Popcorn zu mampfen.
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Sehnsucht nach Tante Emma
Ich gehe gerne einkaufen. Nur nicht Klamotten. Seit es in der Stadt beinahe nur noch Boutiquen gibt, kaufe ich online – und sehne sehr die alten Zeiten zurück.
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Warten aufn Bus in Mainz
Ich warte auf den abendlichen Bus in Mainz, aber er kommt nicht. Also nehme ich ein Taxi, dessen Fahrer sich in meiner kleinen Hauptstadt nicht auskennt.
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Gladiator in der Osternacht
In der Osternacht 2024 bleibe ich fasziniert vor dem zweieinhalbstündgen Kinoepos "Gladiator" sitzen, obwohl ich den Film schon x mal gesehen habe.
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Alt. Weiß. Frau.
Frauen sind bessere Menschen: Sanfter. Kommunikativer. Und die Babies bekommen sie auch. Die jüngste Staffel „House of Cards“ spielt ein Matriarchat durch. Und kommt zu dem Schluss: Alles gleich! Missbraucht werden nur jetzt die Männer. Okay, Ich bin das neue Feindbild. Alt! Weiß! Mann! Ich habe eigentlich mein Leben lang – naja, okay, erst ab meinen 10er Jahren, also ab den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts – versucht, ein guter Mann zu sein, also einer, der Frauen nicht als Frauen und Männer nicht als Männer sieht, sondern beide einfach als Menschen, Freunde, Kollegen. Und wenn ich mich zu einer Vertreterin des weiblichen Geschlechts hingezogen fühlte, dann war ich unsicher und…
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Nur die Ruhe, Alter!
Manche Studie ist echt überflüssig: Eine Studie hat schwere Datensätze ausgewertet und festgestellt, der Mensch erreicht stimmungstechnisch mit Mitte 50 den Tiefpunkt. Kann man ohne Datensatz drauf kommen. Muss man nur Mitte 50 für sein. Mit Ende 20, Anfang 30 haben wir uns eingegroovt, sitzen auf der Schiene, haben Frau/Mann gefunden, einen Job, in dem wir bleiben wollen und fangen an, unser Leben einzurichten, die Welt nach unseren Wünschen zu bauen. Mit 40, also in dem Alter, für das die Natur einst unser Ende programmiert hatte, nicht wissend, dass wir Möglichkeiten finden, dieses Ende hinauszuzögern, haben wir akzeptiert, dass da draußen eine ganze Menge Arschlöcher existieren, die als Kollegen/Nachbarn/Verkehrsteilnehmer auch…
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Solidarisch mit der Wahrheit
Die FDP zu kritisieren ist einfach. Dass aber die Jamaica-Sondierer ausgerechnet die FDP-Forderung zurückweisen, den Soli abzuschaffen, ist nur Ausweis der Entfremdung zwischen denen da oben und jenen, die sie wählen sollen – statt jene Verführer. Warum noch gleich haben 12,6 Prozent die Verführer gewählt? 60 Prozent von ihnen aus Protest! Weil sie sich verraten fühlen, unverstanden, verkauft. Darüber lässt sich trefflich streiten, ist hier aber nicht das Thema. Das Thema hier ist ein Blick auf die Jamaica-Sondierer von Berlin, die ein Schlaglicht setzen darauf, wie die Politik, wie die schwarz-gelben, rot-grünen und schwarz-roten Regierungen der letzten 25 Jahre mit dem Geld der Bürger umgehen und wie sie das kommunizieren.…
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#TdE: Bleiben Sie vom Fenster weg!
Die Politik erkennt, dass sie auf die Probleme der Menschen eingehen muss. Zum Tag der Deutschen Einheit zeigt die Stadt Mainz: Hier muss man nicht arbeitslos oder ohne Kita-Platz sein, um sich abgehängt zu fühlen. Es reicht, in der Stadt zu wohnen. Die da oben und die da unten verstehen sich nicht mehr, reden aneinander vorbei, reden von Sachzwängen die einen, von Prioritäten die anderen. Dann bekommt eine Protestpartei 12,6 Prozent bei der Bundestagswahl und alle sind unisono erschrocken, reden von Nazipartei, „Gauleiter“ und völkischer Gesinnung, die es einzuhegen gelte. Im Übrigen seien mehr als 60 Prozent dieser Nazi-Partei-Wähler ja Protestwähler, mithin gar keine Nazis, mithin nicht gefährlich, mithin Leute,…





















