• Sonnenuntergang über Amboseli

    Wir und Ihr

    Safari ist wie Whale watching, nur effektiver. Während Du auf See nicht siehst, wo die Wale gerade sind, kannst Du die Tiere in der Savanne gar nicht nicht sehen. Sie sind überall. Horden von Zebras, von denen keines dem anderen gleicht – „They are unique like Fingerprints“, sagt mein Guide, der sich mir als Nixon vorgestellt hat – ich habe mich nicht getraut zu fragen, ob das sein richtiger Name ist, britische Kolonie hin, Besatzerkinder her, ich hätte einen … kenianischer klingenden Namen erwartet; der exotischste Name, der mir in meiner Lodge begegnet, ist Suleyman. Andere heißen Dominic, Joseph, Titus. Jedenfalls: Zebras sind so eindeutig unterscheidbar wie Fingerabdrücke. In Horden…

  • Bilderfund zu "Kenia" bei Google

    Fremd

    Heute Abend geht es los. Kenia. Ich könnte auch zum Mond fliegen; über den weiß ich auch nur, was ich in der Zeitung gelesen habe. Seit ich meine Urlaubspläne kundgetan habe, weiß ich auch noch, dass ich – wenn nicht in letzter Sekunde die CONDOR-Piloten streiken („Die streiken nicht“, sagt mein Freund H., verheiratet mit einer Flugbegleiterin, „das ist eine Fernreise, da sind die Piloten selber scharf drauf!“) – dass ich wahlweise von Terroristen entführt, von Ebola hingerafft, von mit den Ohren wackelnden Elefanten zertrampelt oder von wilden Ureinwohnern noch am Flughafen ausgeraubt werde. Das ist ungefähr eine so vielfältige Information wie das, was Google ausgibt, wenn ich „Kenia“ in…

  • Meine Gewichtskurve zwischen Pfingsten und 25. Juli 2014

    Weniger!

    Things change. Am 12. März habe ich an dieser Stelle erzählt, dass ich nach dem Winterschlaf mit dem Joggen wieder begonnen hätte und dabei 109 Kilogramm den Rhein entlang hätte wuchten müssen. Heute, viereinhalb Monate später, sind diese Zeiten vorbei. Heute trage ich noch 98 Kilogramm den Rhein entlang. Nicht, dass das etwas wäre, das es an dieser Stelle herauszustellen gelte, nichts ist langweiliger, als in Blogs mit den persönlichen Eitelkeiten der Autoren belästigt zu werden – wir sehen mal davon ab, dass das Betreiben eines Blogs an sich schon Ausdruck von Eitelkeit ist. Elf Kilo weniger. Das ist das Volumen von siebeneinhalb Flaschen Volvic, von 44 Päckchen Butter, elf…

  • Wolfgang Niedecken, BAP

    Verdamp vill Zick verjange

    Verdamp lang her, dass Wolfgang Niedecken den Namen seiner Band als Abkürzung für „billig, attraktiv und preiswert“ übersetzte, weil seine Fans aus Schülern und Studenten bestanden. Die Konzertbesucher hier in Bensheim an der Bergstraße sind wohlhabende Mittelstands-Bürger und erinnern an die Typen, vor denen uns Niedecken früher immer gewarnt hat. Frauen mit pflegeleichter Kurzhaarfrisur, Spaghettiträger-Kleid, lackierte Fußnägel in Kunstleder-Sandalen. Männer mit grauem Haarkranz, bedrucktem Sweatshirt und halblange Hose aus dem Koffer für den Pauschalurlaub. Dä Durchblickprofi uss dämm Bausparverein, rundömjebräunt, met Frau un Pudel doheim; met singer Einbaukösch, die rustikal ess, ävver dennoch modern. Dä Naach für Naach bess zom Projrammschluß em Sessel hängk, dä veezehn Daach Benidorm paradiesisch fingk.…

  • Große Drei-Brücken-Tour

    Die lange Flucht vor dem Wissen, wie es ist

    Beim Zahnarzt. Eindreiviertel Stunde, 105 Minuten. Länger als ein durchschnittlicher Woody-Allen-Film. Sie bohrt, schleift, macht Abdrücke, nee, tut nicht weh. Ich lass mir eine Spritze geben und gut ist. Eine neue Azubi, Inderin? Schwarze Glutaugen. Die andere Assistentin kenne ich schon, blond, blauäugig, jung, cool. Gefällt mir. Sitze einen Woody-Allen-Film lang unbeweglich da mit Maulsperre. Bohren, Schleifen, absaugen, „mal beißen, bitte“, die Azubi blickt’s noch nicht, macht Fehler und wird zickig; „ist sie immer, wenn es auf den Feierabend zugeht“, sagt die coole Blonde. Ich muss raus aus diesem Stuhl, mich bewegen. „Fertig für heute. Haben Sie schon einen neuen Termin?“ „Nein.“ „Das Labor braucht zehn Tage für die Krone.“…

  • Tablet, Smartphone und MacBook immer in Reichweite, auch im Bett

    Neben mir schläft mein Smartphone

    Würde ich über mich in der Zeitung lesen, würde ich wahrscheinlich der Schlussfolgerung des Autors folgen und sagen, „Der Typ ist verhaltensauffällig“. Wenn ich frei habe, also Wochenende oder Urlaub habe, kann ich Tage verbringen, ohne Menschen zu treffen oder zu reden. Da lese ich Zeitung auf meinem iPad, schaue verpasste Sendungen via iPhone/Apple-TV, lese Bücher auf meinem iPad, speichere meine Laufdaten via App auf meinem iPhone und halte Kontakt zu anderen Menschen da draußen über Facebook und E-Mail. Mein erster Griff morgens nach dem Aufwachen bringt mir meine Gadgets. Das ist leicht. Die liegen neben mir auf der anderen Betthälfte – da wo andere Männer ihre Ehefrau liegen haben.…

  • Meine Jogging-Strecke

    109 Kilogramm

    Geschafft! Nach fast vier Monaten bin ich zum ersten Mal wieder laufen gewesen. Glück gehabt: Kollegin A. fragte mit ihrer etwas spitzen Art und diesem mitleidigem Blick, den Menschen in den Zwanzigern Leuten in meinem Alter zuwerfen, wenn es um sportliche Aktivitäten oder vermeintlich juvenile Freizeitbeschäftigungen wie Tanzen geht, ob ich denn „auch schon wieder“ laufen wäre. Das konnte ich wahrheitsgemäß nur verneinen. Kollegin B., in meinem Alter, sprang mir bei und formulierte, ich hätte es „doch aber auch im Knie, oder?“ worauf Kollegin A. kicherte und ich lahm entgegnete, ja, das sei im Dezember gewesen, als es so nasskalt gewesen sei. Aber jetzt wäre ich einfach noch immer faul.…

  • Alles neu macht der M@ik

    Hurra! Meine neu gestaltete Homepage ist live gegangen. Dank M@ik von feinkostlehmann.de sind die großen Wackersteine wie lange Ladezeiten, php-Verschlucker und Darstellungs-WirrWarr in den unterschiedlichen Browsern beseitigt und mit den lusdisch’n Christoph-in-Filmmotiven-Montagen kann sich christophhartung.de nun wirklich sehen lassen: Das war ein langwieriges Unterfangen. Ende September 2013 haben wir in Niedersachsen den Startschuss mit einem behutsamen Redesign gesetzt. Wir haben die Schrifttype der Überschriften etwas schlanker gestaltet und einen leichten Schatten hinzugegeben; auch die Plakatmotive haben diesen Schatten bekommen und schon sieht die Seite nicht mehr nur aufgeräumt aus, sondern luftig leicht. Auch kann ich jetzt Bildergalerien (Slideshows) einbinden. Zudem gibt es iFrames für Filmtrailer, die ich aus Youtube übernehme…